Pressemitteilungen

JAHRESBERICHT 2004: SCHWERPUNKTE

Erzielte Fortschritte: Rückgang bei drogenbedingten Todesfällen, neuen HIV-Infektionen und Heroinkonsum, jedoch Besorgnis erregende Zunahme des Konsums anderer Drogen

(25.11.2004 LISSABON VERÖFFENTLICHUNG GESPERRT BIS 10.00 UHR MEZ/Brüsseler Ortszeit)

"Es gibt Anzeichen dafür, dass bei der Bekämpfung einiger der schädlichsten Auswirkungen des Drogenkonsums Fortschritte erzielt wurden", erklärte EBDD-Direktor Georges Estievenart. "Nach einem langjährigen Anstieg der drogenbedingten Todesfälle können wir nunmehr eine rückläufige Tendenz beobachten. Der Heroinkonsum hat sich in vielen Ländern stabilisiert, und die HIV-Epidemie unter injizierenden Drogenkonsumenten scheint sich in einigen neuen EU-Mitgliedstaaten weniger schnell auszubreiten als in der Vergangenheit. Gleichzeitig werden verstärkt Maßnahmen zur Reduzierung drogenbedingter Schäden ergriffen, und in vielen Ländern Europas hat sich der Zugang der Drogenkonsumenten zu Behandlung und Betreuung verbessert."

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JAHRESBERICHT 2004: "AUSGEWÄHLTE FRAGEN"

EBDD erforscht Ursachen für die steigende Behandlungsnachfrage bei jugendlichen Cannabiskonsumenten

(25.11.2004 LISSABON VERÖFFENTLICHUNG GESPERRT BIS 10.00 UHR MEZ/Brüsseler Ortszeit)

Spezialisierte Drogenbehandlungszentren in vielen EU-Ländern melden eine zunehmende Inanspruchnahme durch Cannabiskonsumenten. Insgesamt gesehen ist Cannabis nach Heroin die am zweithäufigsten registrierte Primärdroge bei Konsumenten, die Hilfe suchen.

Diesen Trend schildert der Jahresbericht über den Stand der Drogenproblematik in der Europäischen Union und Norwegen, den die EBDD - die in Lissabon ansässigen EU-Drogenbeobachtungsstelle - heute in Brüssel vorlegte. In einem gesonderten Abschnitt über "Cannabisprobleme im Kontext" werden die Ursachen für den Anstieg der Zahl der Konsumenten untersucht, die sich aufgrund von Problemen mit der weltweit am häufigsten hergestellten, gehandelten und konsumierten illegalen Droge in Behandlung begeben.

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JAHRESBERICHT 2004: 10 JAHRE BERICHTERSTATTUNG

Informationen zu Drogen in der erweiterten Union nach Aussagen der EBDD immer zuverlässiger

(25.11.2004 LISSABON VERÖFFENTLICHUNG GESPERRT BIS 10.00 UHR MEZ/Brüsseler Ortszeit)

Die nunmehr verfügbaren Informationen zur europäischen Drogensituation sind immer zuverlässiger, so die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) heute bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2004 zum Stand der Drogenproblematik in der Europäischen Union und in Norwegen in Brüssel.

Diese Aussage erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Einrichtung auf ihre ersten 10 Jahre der Berichterstattung zurückblickt und den ersten konsolidierten Überblick über das europäische Drogenphänomen in 26 Ländern - vom Atlantik bis zur russischen Grenze - bietet. Im letzten Jahrzehnt hat die EBDD gemeinsam mit den Mitgliedstaaten an der Entwicklung von Instrumenten zur Datenerhebung und von Indikatoren gearbeitet, um den Ländern für die Beschreibung des Drogenphänomens eine "gemeinsame Sprache" an die Hand zu geben. Darüber hinaus hat sie die Schaffung nationaler Drogenbeobachtungsstellen europaweit unterstützt. Diese spielen heute eine entscheidende Rolle bei der Erhebung und Interpretation von Daten, die für eine erfolgreiche Politik erforderlich sind.

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