Drogenprävention

Die Maßnahmen der Drogenprävention in Europa richten sich an die allgemeine Bevölkerung (universale Prävention), an die am stärksten gefährdeten Gruppen (selektive Prävention) oder Einzelpersonen (indizierte Prävention). Die am weitesten entwickelten Modelle der universalen Prävention sind Programme für Schüler, die in Bezug auf Inhalt und Umsetzung wissenschaftlich relativ gut fundiert sind. Eine Reihe von Ländern berichtet über ermutigende Entwicklungen hinsichtlich der Reichweite und Umsetzung der schulbasierten Präventionsprogramme. In vielen Ländern besteht jedoch noch erheblicher Verbesserungsbedarf, und zwar sowohl was die Reichweite als auch die Qualität der universalen Präventionsarbeit betrifft. Die universale Prävention außerhalb der Schule verfügt ebenfalls über ein erhebliches Potenzial, jedoch wird diese Art der Prävention zurzeit nur in einigen wenigen Ländern umgesetzt.

Obwohl zunehmend erkannt wird, welche Bedeutung der Präventionsarbeit unter den am meisten gefährdeten Personen zukommt, muss in diese Art der zielgerichteten Prävention in erheblich größerem Umfang investiert werden.